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  • AutorenbildPia Casanova

Aktualisiert: 5. Apr. 2023

Datum: 20. und 21. Januar 2023 Referenten: Günter Fuhrmann, Ursula Landtwing, Rudolf Velhagen

Ort: Brugg, Zentrum Bildung

Start unserer Reihe zu den Habsburgern


Wird grosse Geschichte in kleinen Dörfern geschrieben? Grundsätzlich wohl nicht. Das Dorf Habsburg im Kanton Aargau jedoch war Ausgangspunkt eines Weltweltreichs und einer Dynastie, der Habsburger-Dynastie, die Generationen von Schweizer:innen fürchteten und hassten.

Die Burg Habsburg wurde um 1030 von Radbod errichtet. Er und seine Nachkommen weiteten von hier aus ihren Machtbereich kontinuierlich aus und so kam es wie es kommen musste, die Burg wurde zu klein und zu wenig repräsentativ für das aufstrebende Grafengeschlecht der Habsburger. Sie verlegten um 1230 ihren Wohnsitz nach Brugg, Bremgarten oder Laufenburg.

Im Laufe der Zeit verlagerte sich das habsburgische Machtzentrum nach Osten in den Donauraum. Rudolf I., der im Oktober 1273 als erster Habsburger zum römisch-deutschen König gewählt wurde, war nur einmal auf der Habsburg und zweimal in Muri, dort wo das Hauskloster der Habsburger lag, das ebenfalls um 1030 von Radbod und seiner Frau gestiftet worden war.

Das Stammlande blieb aber Habsburger Land. Im Jahr 1311 gründete Königin Elisabeth, nach der Ermordung ihres Gatten König Albrechts I. von Habsburg, dem Sohn von Rudolf I., ein Kloster an der Stelle, an der ihr Mann ermordet worden war: das Kloster Königsfelden. Es war ein Doppelkloster der Klarissinnen und der Franziskaner. Die Gebete der Klostergemeinschaften sollten ihrem Mann, der ohne Empfang der Sterbesakramente gestorben war, das Fegfeuer ersparen. Elisabeth starb bereits im Jahr 1313. Ihre Tochter Agnes, Königin von Ungarn, vollendete die Gründung des Klosters und zog 1317 nach Königsfelden.

Agnes wurde um 1280 in Baden oder Brugg geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie in Wien. Sie wurde 1298 mit dem ungarischen König Andreas III. verheiratet, um den Friedensschluss zwischen dem Haus Habsburg und dem Königreich Ungarn zu besiegeln. Andreas III. starb unerwartet bereits im Jahr 1301. Als reiche, aber kinderlose Königswitwe musste Agnes Ungarn verlassen. Sie siedelte zuerst nach Wien über und zog dann, wie bereits erwähnt, im Jahr 1317 nach Königsfelden, um die Klostergründung ihrer Mutter zu vollenden. Sie statte das Kloster mit grosszügigen Mitteln aus, nahm aber im Gegenzug wesentlichen Einfluss auf die Klosterordnungen. Als Herrscherin über die Gebiete rund um die Stadt Brugg und als Schlichterin bei Konflikten war sie auch politisch einflussreich. Agnes starb am 11. Juni 1364 in Königsfelden.



Kloster Königsfelden ©u.landtwing


Mit dieser Kurzzusammenfassung über das Leben von Königin Agnes beende ich das Spotlight auf unser Seminar, in dem wir noch weitere Aspekte der frühen Habsburger beleuchtet haben.

Ich danke den Referenten Günter, Ruedi und Ursi für die spannenden Beiträge.

Unsere nächsten Habsburger-Events:

24. bis 26. März 2023 Studienreise nach Speyer

06. bis 09. Juli 2023 Studienreise nach Innsbruck



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  • AutorenbildPia Casanova

Datum: 16. Und 17. September 2022

Referenten: Ursula Landtwing, Pia Casanova

Ort: Bern, Kirchgemeindehaus Johannes, Wylerstrasse 5, Bern

Fortsetzung unserer Geschichtsreihe über die Schweiz


Nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs war die Schweiz aussenpolitisch isoliert, autoritär regiert und von der Angst vor der kommunistischen Revolution geprägt. Das Seminar befasste sich mit den Folgen dieser Gemengelage für die Politik und die Zivilgesellschaft. Anhand von sieben Themen wurden die jeweilige Stimmungslage, die Handlungsmotivationen und Handlungsmuster und ihre Konsequenzen für den Staat, die Gesellschaft, aber auch für Einzelne analysiert.

Obwohl die Schweiz politisch, ideologisch und wirtschaftlich zum Westen gehörte, versuchte sie eine neutrale Position zwischen den zwei Machtblöcken in Ost und West einzunehmen. Sie beteiligte sich nicht an den Aufbau der Nato, von dem sie sicherheitspolitisch profitierte und sie versuchte, trotz des US-amerikanischen Druckes, sich nicht am Handelsembargo gegenüber dem Ostblock zu beteiligen. Um den Eindruck des unsolidarischen, opportunistischen Abseitsstehens zu vermindern, entwickelte der damalige Aussenminister Max Petitpierre das Konzept der solidarischen Neutralität; die Schweiz war zwar neutral, sie bot aber ihre Guten Dienste an, um internationale Konflikte zu lösen und zur Friedenssicherung beizutragen.

Während die Schweiz sich aussenpolitisch gegenüber allen politischen Systemen und Ideologien neutral verhielt, sah es innenpolitisch ganz anders aus. Die Angst vor dem Kommunismus war allgegenwärtig. Die Behörden und weite Kreise der Zivilgesellschaft befürchteten, dass der innere Zusammenhalt und die Stabilität der Schweiz durch die Kommunisten systematisch untergraben würden. Es galt den Staat vor diesen subversiven Elementen zu schützen. Die Bevölkerung wurde dementsprechend indoktriniert und Kommunisten ausgegrenzt. Das hatte für nicht wenige Einzelne desaströse Folgen, sie verloren ihre Arbeit, wurden in Läden nicht bedient und sie und ihre Kinder wurden verfolgt und bedroht. So sammelte sich am 16. November 1956 vor dem Haus des Kommunisten Konrad Farner eine Meute und versuchte unter «Hängt-ihn-auf»-Rufen das Haus zu stürmen.


Wie üblich kam auch das Gesellige nicht zu kurz. Am Freitagabend sassen wir in gemütlicher Runde und feinem Essen im Restaurant Lokal (https://www.lokal-bern.ch/). Danke Marcel für den Tipp.










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Am Freitag, 26. August 2022 trafen wir uns in der Brasserie Federal am Hauptbahnhof in Zürich zur Generalversammlung des Vereins. Alle traktandierten Geschäfte wurden einstimmig gutgeheissen:


Im Vorstand sind Ursi Landtwing (Präsidentin), Nicole Bachmann und Pia Casanova

Die Revisoren sind Anita Oswald und Roaul Wyssen.


Der Jahresbeitrag beträgt weiterhin Fr. 50.00


Protokoll-9.GV-26082022
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